Was ist passives und aktives FTP?
Active FTP
Im Gegensatz zu vielen anderen Protokollen nutzt FTP zwei Kommunikationsports. Zuerst baut der FTP-Client, zum Beispiel FileZilla oder WS-FTP (auch Frontpage hat eine FTP-Funktion), eine Verbindung zu einem FTP-Server auf Port 21 auf. Das ist der sogenannte Command-Port, also der Port, an den die Befehle gesendet werden. Der Client baut diese Verbindung von einem eigenen Port mit einer Nummer über 1024 auf, zum Beispiel 1027 (Portnummern bis einschließlich 1024 sind reserviert, die Nummern 20 und 21 für FTP). Danach sendet der Client den Befehl PORT mit der Nummer des Ports, auf dem der Client lauschen wird. Das ist der Data-Port, und er ist nicht derselbe wie der Command-Port. Deshalb hat dieser Data-Port auch eine andere Nummer, zum Beispiel 1028. Der Server baut dann von Port 20 aus eine Verbindung zum Client auf diesem Port auf. Die Datenverbindung zwischen Client und Server wird also vom Server aufgebaut. Genau das verhindert eine Firewall auf der Seite des Clients normalerweise, denn es ist ja eine Verbindung von außen. Die Folge: Es kommt keine Datenverbindung zustande, und es lassen sich keine Dateien hoch- oder herunterladen. Bei solchen Problemen ist eine passive Verbindung besser.
Passive FTP
Damit eine Datenverbindung zustande kommt, die nicht von der Firewall blockiert wird, muss die Datenverbindung vom Client aufgebaut werden. Das funktioniert so: Zuerst baut der Client zum Beispiel von Port 1027 aus eine Verbindung zum Server auf Port 21 auf. Dabei wird statt des Befehls PORT der Befehl PASV gesendet. Der Server antwortet über diese Verbindung mit PORT und der Nummer des Server-Ports (ebenfalls über 1024), auf dem der Client eine Datenverbindung aufbauen kann. Das macht der Client anschließend. Das Ergebnis ist eine Command-Verbindung und eine Datenverbindung, die beide vom Client aufgebaut wurden. Die Firewall blockiert jetzt nichts mehr.
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